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Krankheitsbild

Was ist Psoriasis (Schuppenflechte)?

 

Die Schuppenflechte ist eine der häufigsten Hauterkrankungen, etwa 2-3 % der Bevölkerung in den westlichen Industrienationen ist davon betroffen. Prinzipiell kann die Schuppenflechte in jedem Alter auftreten,  auch im Kindesalter. Am häufigsten liegt der Beginn aber entweder um das 20.Lebensjahr herum oder zwischen dem 40-und 50.Lebensjahr. In einer kürzlich erfolgten Untersuchung fand sich bereits eine Prävalenz von 0.7% im Alter von 0-18 Jahren.

 

Typischerweise äußert sie sich in rötlichen erhabenen Hautläsionen, die scharf gegen die sie umgebende Haut abgegrenzt sind. Meist findet sich an der Oberfläche eine silbrig-weiße Schuppung.

 

Man nennt diese geröteten erhabenen Hautveränderungen „Plaques“, deswegen spricht man auch von Plaque-Psoriasis, oder Psoriasis vulgaris. Besonders häufig sind die Ellbogen, die Knie oder der behaarte Kopf betroffen.

Die chronische Entzündung der Haut wird durch eine Überreaktion des Immunsystems hervorgerufen und führt zu einer gesteigerten und überstürzten Produktion von Hautzellen. Normalerweise benötig eine Hautzelle ca. 28 Tage bis sie zu einer Hornzelle an der Hautoberfläche herangereift ist, bei der Psoriasis läuft dieser Prozess in ca. 7 Tagen ab. Dadurch kommt es zu einer gestörten Verhornung, die sich in der typischen Schuppung äußert. 

Die genaue Ursache ist bisher nicht geklärt. Die Bereitschaft an Psoriasis zu erkranken kann jedoch vererbt werden. Dann können bestimmte Auslösefaktoren (Trigger) zum Auftreten der Erkrankung führen. Dies können Infektionen (Halsentzündung, grippaler Infekt), bestimmte Medikamente (z.B. Blutdruckmedikamente wie ß-Blocker oder ACE-Hemmer, Lithium oder Antimalariamittel), mechanische Reizung (Verletzung) oder auch psychische Stressfaktoren sein. 

Die Psoriasis kann neben der Haut auch die Nägel und die Gelenke betreffen.

 

Eine Nagelbeteiligung findet sich bei bis zu 50% der Patienten. Nagelveränderungen können sich in kleinen Einkerbungen (Grübchen oder Tüpfel), gelblich-bräunlichen Verfärbungen (sogenannte Ölflecken) oder durch eine Abhebung des Nagels vom Nagelbett (Onycholyse) äußern.

 

Wenn Betroffene wiederkehrend oder dauerhaft Gelenkschmerzen haben oder Schwellungen von Gelenken auftreten, sollte an eine Entzündung durch die Psoriasis gedacht und dies abgeklärt werden. 

In den letzten Jahren deuten Ergebnisse von Untersuchungen auch darauf hin, dass eine schwer ausgeprägte Psoriasis nicht nur zu Entzündungen der Haut und Gelenke führt, sondern auch mit Veränderungen an inneren Organen einhergehen kann. Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung hat man ein gehäuftes Auftreten von Bluthochdruck, Diabetes mellitus (erhöhter Blutzucker), Übergewicht oder Fettstoffwechselstörungen gefunden. Diese können das Risiko von Herz- und Kreislauferkrankungen erhöhen. Deswegen sind bei Patienten mit einer schweren Form der Erkrankung regelmäßige Kontrollen von Blutdruck, Blutzucker, Blutfetten empfohlen.

 

 

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